Auf dem Sportplatz in Aurich sorgt am Freitagabend die 15. Spaßolympiade des TSV wieder für jede Menge Gaudi bei Teilnehmenden und Zuschauern.
Quelle: Michael Banholzer – Vaihinger Kreiszeitung
Höher, weiter, schneller – das bekannte sportliche Leitmotiv gilt auch bei der Spaßolympiade, die der TSV Aurich seit 2009 ausrichtet. Allerdings besteht der sportliche Ehrgeiz der meisten Teilnehmenden darin, dem Publikum eine Gaudi zu bieten und zugleich selbst möglichst viel Spaß zu haben. Das ist auch in diesem Jahr – der mittlerweile 15. Auflage der Veranstaltung – wieder gelungen.
Üblicherweise findet die Spaßolympiade am ersten Freitag im Juli statt, doch wegen der Fußball WM wurde sie dieses Mal auf Ende des Monats verschoben, um Terminkollisionen wie bei der Fußball-EM vor zwei Jahren zu vermeiden, erklärte Mitorganisatorin Claudia Mischker gegenüber der VKZ. Damals fiel das Event aus – und zweimal wegen Corona. Deshalb fand nun die 15. Auflage statt.
Am Konzept wurde nichts verändert: 15 Dreierteams in beliebig alters- und geschlechtsgemischten Gruppen wetteifern in vier originellen Disziplinen um den Sieg. Immer drei zufällig ausgewählte Teams gegeneinander an. Die Sieger erhalten einen Punkt, die Zweiten zwei Punkte und die Dritten drei Punkte. Wer nach allen vier Disziplinen am wenigsten Punkte hat, darf den Wanderpokal mit nach Hause nehmen.
Heuer mussten zunächst denkbar flugunfähige Deutschland-Taschen möglichst weit geworden werden. Dann galt es, mit verbundenen Augen Dosen durch eine Parcours zu bringen und zu stapeln. Wie schwierig es sein kann, Wasser von einem Mitspieler zum anderen zu transportieren, fanden die Olympioniken in der dritten Disziplin heraus. Teamwork war schließlich gefragt, um Gummi-Entchen gemeinsam zu einem Teich zu bringen.
Als Schiedsrichterin fungierte Susanne Schray, die penibel darauf achtete, dass die gerissenen Sportlerinnen und Sportler die Regeln nicht trickreich umgingen. Die Moderation übernahmen in diesem Jahr Siggi Fricker im Container und Ex-TSV-Vorstand Gunther Heidt am Spielfeldmikrofon. Er befragte launig die Teilnehmenden und bemaß anhand der teils leich beschwipsten Antworten gleich mal, wer später für eine Doping-Kontrolle vorzusehen sei. Anderes als Bier – oder Prosecco dürfte dabei aber kaum aktenkundig geworden sein.
Das eine oder andere Gläschen gehört bei der Spaßolympiade seit jeder dazu. Sowohl bei Routiniers wie den Kreuzbachbadern, die mit Bademänteln und Badehauben seit 2009 immer am Start waren und noch auf ihren ersten Sieg warten – wie auch bei jungen Nachwuchsteams wie Drinkerbell. Mika Gayer – als Peter Pan verkleidet – und seine geflügelten und mit Zauberstäben ausgerüsteten Feen Klara Kilpper und Emily Große-Freese waren beim Gucken eines langweiligen WM-Spiels auf die Idee gekommen, erstmals bei der Spaßolympiade anzutreten. „Unsere Motivation ist, die Kreuzbachbader zu schlagen“, erklärte Mika, dessen Vater Jürgen im Konkurrenzteam auflief. Die intensive Vorbereitung habe sich vor allem um den Teamnamen und die Kostüme gedreht, wie Teamkollegin Klara Kilpper erklärte. Man habe mehrere lustige Ideen gehabt und sich erst kurzfristig für das Disney-Motto entschieden. Für den Sieg reichte die Disney-Magie aber offenbar nicht ganz aus. Am geschicktesten stellten sich in diesem Jahr Andrea und Jens Hettich mit Hermann Fabritius an. Als Team Hettichdochbleibalassa schafften sie es wie bereits im Jahr 2012 auf den ersten Platz.


























