Das Duell, MSC Ubstadt/Weiher gegen MSC Reichenbach war das letzte Motoball-Spiel, das Aurich erlebt hat. Die Faszination dieser spektakulären Sportart fand 1978 auf dem noch als Sandwüste titulierten Sportplatz statt. Motorsport verlagerte sich in diesen Jahren wegen zunehmender Reglementierungen und Auflagen von der Straße auf abgesperrte Turnierplätze.

Da bis 1979 die Nutzung des Backhauses immer mehr zurückging, hatte man 1980 die Idee, ein Sommerfest mit Nutzung des Backhauses zu veranstalten.  Ofenfrische Zwiebel- und Kartoffelkuchen sowie deftiges Holzofenbrot erwarteten die Besucher  zum 1. Backhausfest des TSV Aurich. Obwohl der Wettergott nicht wirklich Mitleid mit Aurich hatte und das Wetter von freundlichem Nieselregen bis zum ordentlichen Wolkenbruch variierte, waren alle teilnehmenden Helfer mit Spaß bei der Sache, denn es wurden bereits 90 Zwiebelkuchen gebacken. Die Anzahl der zu backenden Brote stieg von Jahr zu Jahr. Für die Gemeinde ist das Backhausfest ein herausragendes, nicht mehr wegzudenkendes kulturelles Ereignis und ein hervorragendes Aushängeschild für den TSV Aurich.

Auf den sonnigen Keil des Azoren-Hochs hoben die Organisatoren von Kreissparkasse und Vaihinger Kreiszeitung am Samstag den, 17. August 1985, so manche Halbe: Nach sintflutartigen Wolkenbrüchen am Freitag startete die 6. VKZ-Tour der Radler und Wanderer am Samstag bei idealem Wetter. Das hatte Folgen. Statt der ursprünglich 211 vorangemeldeten Bein-Arbeiter stellten sich exakt 565 Mit-Macher am Startplatz beim Vaihinger Stadtbauamt ein. Die turbulenten Szenen bildeten nur das Vorspiel zur »Tour der Kontraste«, wie in der VKZ-Vorschau richtig angekündigt. Die 31,3 Kilometer Radstrecke brachte gleichermaßen landschaftliche, gesellige und sportliche Aspekte. Markus Berner (Nussdorf) und Heiko Welz (Aurich) waren die Ersten, die am Ziel eintrafen. Beim TSV Aurich hieß es erstmal ran an die Buletten. Die warten am 20 Meter langen Kalorientresen, den der TSV Aurich am Freitagabend und am Samstag ab 7 Uhr aufgebaut hat -  eine mobile Großküche. Beeindruckend das Organisationsvermögen des kleinen Vereins. Zwei Friteusen, je zwei Wurst- und Fleischbräter, da geht's ruckzuck. 80 Helfer langen zu. Die haben auch alle Hände voll zu tun, denn dem Tour-Volk hängt der Magen in Pedalhöhe. Zwei Zentner Pommes-Frites, 600 Würste, 500 Schnitzel und 500 Liter Gerstensaft - beim Essen müssen die Auricher noch mal nachfassen, so schnell werden die Vorräte weggeputzt, was gar nicht so einfach ist. Denn der Kühlwagen streikte am Morgen auf der Fahrt von Stuttgart nach Aurich mit einem Motorschaden - ab Enzweihingen musste der rollende Kühlschrank geschleppt werden, weiß "der Mann für alles" beim TSV, Bernd Gutbrod, zu berichten. Die Vereinsmitglieder des TSV Aurich schafften wie die Weltmeister, durften dickes Lob ernten, denn es gab kaum Wartezeiten. Noch selten hatte sich ein Verein so gut auf den Andrang eingestellt. Selbst am Abend währten die Diskussionen lange, ob die Tour schwer und schön, schwer aber schön oder schön schwer war.


 

Durch die Fertigstellung der Sport- und Festhalle  stand dann im Jahre 1974 endlich eine zeitgemäße Umkleide und Duschmöglichkeit für alle Akteure zur Verfügung. Auf Dauer konnten die vorhandenen Möglichkeiten in der Sporthalle jedoch nicht über die Notwendigkeit eigener Räumlichkeiten hinwegtäuschen. Duschen und Umkleiden waren zwar vorhanden, aber es fehlten immer noch Geräteräume und auch Möglichkeiten zum Rostwurst- und Getränkeverkauf während der Spiele. Diese und noch einige Gründe mehr veranlassten die Vereinsführung neue Überlegungen anzustrengen und über das "Machbare" zu diskutieren. Als Anfang der 80er Jahre von Seiten der öffentlichen Hand Baumaßnahmen sporttreibender Vereine großzügig unterstützt und bezuschusst wurden, nutzten viele Vereine die Gunst der Stunde und gingen bei Bauprojekten in die Offensive. Auch in Aurich wurden solche Projekte diskutiert. Man entschied sich für die „Garagenlösung" mit Festzeltüberdachung und errichtete ein reines Gerätehaus zur Unterbringung der Sportutensilien. Sogar ein Raum für Rostwurst- und Getränkeverkauf wurde in die Planungen miteinbezogen. Die Garagen wurden 1987, rechtzeitig zum 20. Jubiläum fertiggestellt.


Die Rasenplatzeinweihung wurde zusammen mit dem 20-jährigen Vereinsjubiläum durch ein großes Sportfest vom 11. bis 14. September 1987 gebührend gefeiert.

Samstagmorgen beteiligten sich 108 junge und alte Wettkämpfer an den Leichtathletik- Vereinsmeisterschaften des TSV Aurich. Die Titelkämpfe wurden in Verbindung mit den Bundesjugendspielen der Grundschulen Riet und Aurich durchgeführt. Die Fußbälle und ein Feuerlöscher türmten sich als Geschenke auf der Bühne und  der 1. Vorsitzende Theo Theis kam aus dem Händeschütteln nicht mehr heraus. Eine große Gratulantenschar kam am Samstagabend ins Festzelt, um dem TSV Aurich zu seinem 20 jährigen Bestehen und zur Einweihung des neuen  331000 Mark teuren Rasenplatzes zu beglückwünschen. Bei der Übergabe gab's von Planer Landefeld Bälle für TSV-Chef Theo Theis. Zwei Bälle brachte auch Vaihingens Oberbürgermeister Heinz Kälberer zum TSV-Jubiläum mit: Einen teuren und einen billigen. Der teure Ball gehört der Jugend, das billige Leder kann sonntags benützt werden. Im Rahmen des Vereins- Jubiläums konnten auch drei Mitglieder geehrt werden, die die 20jährige Geschichte des TSV Aurich maßgeblich beeinflussten. Einen Geschenkkorb bekamen Hans Gille, Bernd Gutbrod und Wilhelm Seitz.

Der 1. Vorsitzende, Theo Theis, begrüßte die Gäste mit den Worten: "Zu einem Geburtstag lädt man sich gute Freunde ein!". Aus diesem Grund fiel die Wahl auf den VfB Stuttgart. Bei herrlichem Sonnenschein trafen Sonntagnachmittags, im Rahmen des TSV-Jubiläums, die Traditionself des VfB Stuttgart und der TSV Aurich aufeinander. Die Kicker um Sawitzki, Bögelein und Renz aus Stuttgart wurden von den Zuschauern mit viel Beifall empfangen.

Mit der Siegerehrung der Leichtathletik- Vereinsmeisterschaften und mit dem Fußballspiel der Bürgermeister-Elf Baden-Württemberg gegen die Stadtverwaltung Vaihingen wurde in Aurich die Sportplatzeinweihung und das Vereinsjubiläum beendet. Die »Schultes-Elf« kam nach einem 1:1 Halbzeitstand noch zu einem deutlichen 6:1-Erfolg.

Ein Manko hat der 530 Mitglieder zählende Verein sich jetzt selbst geschaffen: Wenn die Fußballer verlieren, können sie nicht mehr sagen, der Platz ist schuld.