50 Jahre TSV Aurich - Bilder und Berichte

Besser hätte es nicht laufen können, war einhellige Meinung aller am Beteiligten des Festausschusses. Der akribischen Vorbereitung des Festakts folgte die Umsetzung der Planungen in den einzelnen Bereichen, die voll und ganz aufgingen. Als besonderen musikalischen Leckerbissen servierten die Veranstalter die neue, eigene Vereinshymne. Der von Matze Noack live interpretierte Titel „Wir sind treu - dem TSV" kam bei den Zuschauern besonders gut an. Es hat viel Spaß gemacht...

Wer nochmals auf die Stunden zurückblicken will, kann dies gerne tun. Ottmar Schwerdtle  hat viele historische Momente festgehalten. Die Berichte und Bilder wurden online gestellt und geben einen wunderbaren Einblick auf den Abend.

Ein Musterbeispiel für Gemeinschaftsgeist

Bericht der VKZ von Uwe Bögel

Es gibt eine Rückschau in den Kronensaal, wo am 27. Dezember 1967, 59 Gründungsmitglieder den Turn- und Sportverein Aurich ins Leben rufen. Es gibt Gesang, Tanz und Ballakrobatik. Es gibt aber auch einen spontanen Scheck über 500 Euro von frischgebackenen Großeltern. Am Mittwochabend wird in der Turn- und Festhalle ausgiebig das 50-jährige Bestehen des TSV Aurich gefeiert. Die Wahl eines Festaktes zwischen Weihnachten und Neujahr ist zwar ungewöhnlich, aber am Mittwochabend jährte sich genau zum 50. Mal der Jahrestag der Vereinsgründung. Die Vereinsgründung ging damals zwar reibungslos über die Bühne, aber auf logistischer Ebene hatte der Verein mit dem Vorsitzenden Friedrich Schlag zu kämpfen: Mangels Sportplatz und Halle wurde Tischtennis in der Schule gespielt, die Fußballer trainierten auf dem Schulhof und spielten auf dem Iptinger Platz. Heute gibt es eine Sport- und Festhalle und zwei Sportplätze. Der TSV Aurich mit der amtierenden Vorsitzenden Susanne Schray hat 620 Mitglieder, davon 150 Kinder und Jugendliche. „Diese vielen Mitglieder zeigen auch, wie wichtig der TSV für Aurich ist, sagte der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch am Mittwochabend in seinem Grußwort. „Der TSV Aurich hat sich für unseren Ort zu einem nicht hinweg zu denkenden Musterbeispiel für Gemeinschaftsgeist und Zusammenhalt entwickelt. Der TSV steht heute glänzend da", lobte Ortsvorsteherin Helga Eberle. Von ihr gab es an diesem Abend aber nicht nur Dankesworte, sondern auch monetär Habhaftes: Helga und Ulrich Eberle spendeten als frischgebackene Großeltern an diesem Abend 500 Euro an den TSV. Im Fokus stand an diesem Abend auch der Rückblick auf die Vereinshistorie. Zwölf Vorsitzende hatte der TSV in seiner 50-jährigen Geschichte, sechs davon standen am Mittwochabend auf der Bühne und gaben Einblicke in frühere Zeiten. Lutz Erler, Vereinschef von 1970 bis 1972, sprach von einer „Pionierzeit", erinnerte sich noch daran, dass der TSV auch einmal eine Schwimmabteilung hatte. Horst Schiefer, Vorsitzender von 1972 bis 1977, erzählte von Samen, die damals in den Sandplatz gesteckt wurden. Hans Vogel, der 1993 zum Vorsitzenden gewählt wurde, konnte den Aufstieg der Fußballer in die A-Klasse begleiten. Heike Rapp, die als einzige acht Jahre lang den Vorsitzendenposten inne hatte, bezeichnete den TSV „als große Familie". Geehrt und teilweise zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden an diesem Abend auch die Gründungsmitglieder des Vereins Günther Kaufmann, Wilhelm Seitz, Manfred Wöhr, Hanns Sautter, Armin Kappenstein, Martin Hoffmann, Lutz Erler, Peter Bauer, Rolf Seitz, Herbert Maisch, Rose Liebisch, Otto Herrigel und Kurt Palesch (diese sind alle noch Mitglieder). Nicht mehr im Verein sind: Gertrud Bienik, Eugen Haug, Martin Huber, Manfred Keller, Gerhard Kühnle, Alfred Lohner, Heinz Lutz, Peter Otterbach, Frank Scherbaum, Alfred Stehmar, Helmut Stricker und Horst Welz.

„Ortsvorsteherin Helga Eberle erinnerte in ihrer Rede, dass der TSV nicht immer erfolgreiche Jahre hatte: mal waren es die Finanzen, mal die fehlenden Mitglieder, mal die fehlenden Vorsitzenden, mal fehlende hilfreiche Hände. „Aber immer haben die Verantwortlichen des TSV einen Weg gefunden, die Probleme zu lösen." Im Vereinsleben eines Sportvereins stehe der Sport an erster Stelle, aber der TSV leiste auch einen unschätzbaren Beitrag zum sozialen und gesellschaftlichen Leben in Aurich. Eberle: „Der TSV fördert Kameradschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl und Solidarität." Der Verein trage zum sozialen Leben im Ort bei, fördere die Geselligkeit und das Miteinander. „Er bietet für jeden etwas - vom Kinderturnen bis zum Alt-Herrensport."

Der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch sagte, dass die Vereine unglaublich wichtig für die Kommunen seien, da sie den Zusammenhalt am Ort fördern. Für 2018 habe der Vaihinger Gemeinderat die Vereinsförderung spürbar erhöht, vor allem in der Kinder- und Jugendförderung sind die Subventionen um fast 40 Prozent gestiegen. Mit seinen 150 Kindern und Jugendlichen profitiere davon auch der TSV Aurich. Matthias Müller, Präsident des Sportkreises Ludwigsburg, sagte, dass der TSV Aurich Tradition und Innovation erfolgreich verknüpft habe. „Werte und Tugenden, die vom Sport vermittelt werden, sind für das Leben extrem wichtig." Bezirksvorsitzender Hansjörg Arnold vom Württembergischen Fußballverband brachte als Geschenk einen Fußball als Trainingsgerät mit, „damit es bei der aktiven Fußballmannschaft wieder nach oben geht". Obenauf war auf jeden Fall die Stimmung in der voll besetzten Auricher Halle am Mittwochabend. Mixed Generation von der Eintracht Aurich sorgte für die musikalische Note, die Männer in Bewegung (MiB) des TSV brachten mit „Macarena" den Saal in Schwung. Da war selbst Moderator Gunther Heidt, Vorgänger von Susanne Schray, baff: „Sogar meine Mutter im Saal machte da mit." Camill Hauser holte sich mit seinem Football-Freestyle eine Zugabe aus dem Publikum und bekam Elmar Fleischmann als Partner.

Quelle: Uwe Bögel, Nicole Werner - Fotogallerie: Ottmar Schwerdtle vom 21.01.2018